- Was ist Basilikum?
- Wie erkennt man es?
- Wo kommt es her?
- Wie schmeckt es?
- Kann man es roh essen?
- Wie gesund ist es?
- Wichtig!
- Kann man es selbst anbauen?
- Ist es für Mischkultur geeignet?
- Wie erntet man es?
- Ein leckeres Rezept
- Ein weiteres beliebtes Rezept

Was ist Basilikum?
Unter den vielen Gewürzpflanzen ist Basilikum, auch als Königskraut bekannt, wirklich eine kleine Schönheit. Der Name ist griechischen Ursprungs und bedeutet „königlich“. Im Mittelalter bedeutete die Überreichung eines Sträußchen des königlichen Krauts soviel wie eine „Einladung zum Liebesspiel„.
Basilikum ist eine Pflanze aus der Familie der Lippenblütler. Der botanische Name ist Ocimum basilicum. Es ist ein wichtiges Gewürz in der mediterranen Küche und wird häufig in Tomaten- und Pestogerichten verwendet. Auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), Ayurveda und der Kräuterheilkunde wird es seit langem eingesetzt. Es soll entzündungshemmende Eigenschaften haben und helfen, Verdauungsprobleme und Kopfschmerzen zu lindern. Es kann zur Stärkung der Verdauungsorgane eingesetzt werden, kann die Nerven beruhigen, Migräne lindern und findet auch Anwendung in der Frauenheilkunde.
Wie erkennt man es?
Die Blätter des Basilikums wachsen spitz-oval, glänzend und grün. Sie duften wundervoll würzig. Beim herkömmlichen Basilikum sind die Blätter in der Mitte rundlich nach oben gewölbt und wachsen gegenständig am Stängel. Die Blätter sind leicht behaart mit leicht gezackten Rändern. Es hat kleine weiße oder violette Blüten, die in Büscheln angeordnet sind. Die Pflanze liebt die Wärme und das Sonnenlicht. Daher gedeiht es im Mittelmeerraum besonders gut. Basilikum gehört zur Familie der Lippenblütler. In Mitteleuropa ist es eine einjährige Pflanze. Auf Kälte reagiert es sensibel und wird dann schnell gelb bis braun und verfällt.
Die Blütezeit beginnt ab Juli. Es bildet dann einen längeren Stängel, an dem weiße oder violette Blüten ausgebildet werden.
Mit seinem einzigartigen angenehmen Aroma wird es oft als süß und aromatisch beschrieben. Das Reiben der Blätter mit den Fingern intensiviert den Duft. Es gibt viele verschiedene Arten, die sich in Blattfarbe, Größe, Geschmack und Pflanzenwachstumsmorphologie und -größe unterscheiden. Das am häufigsten angebaute ist „süßes Basilikum“, aber es gibt auch Sorten wie Zimt-, Zitronen-und Thai-Basilikum.
Insgesamt ist es aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften wie die typischen grünen Blätter, weiße oder violette Blüten und der aromatische Duft eine leicht zu erkennende Pflanze.
Wo kommt es her?
Es stammt aus Indien und Südostasien. Es hat sich jedoch in viele Teile der Welt verbreitet und wird heute in fast allen subtropischen und tropischen Regionen der Erde angebaut, auch in Südamerika weit verbreitet. Als Gewürz spielt es in der Küche seit jeher eine besondere Rolle. Bis heute hat es seine Popularität in den Ländern Südeuropas nicht verloren. „Minestrone“ oder „salsa verde“ wird mit frischen Basilikumblättern serviert. Kartoffel- und Zwiebelsuppen werden ebenso gewürzt wie Bohnengerichte.
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Wie schmeckt es?
Basilikum hat einen starken, pikanten und aromatischen Geschmack und einen leicht süßlichen Minzduft, der an Nelken erinnert. Evtl. hat es auch einen leicht bitteren Geschmack und einen starken Pfeffergeruch. Es gibt viele verschiedene Arten, wie z. B. Zitronenbasilikum, das einen schwachen Zitronenduft hat, und rotes Basilikum, das einen leicht süßlichen, pfeffrigen Duft hat. Als Teesud wird es eine nervenstärkende und kühlende Wirkung nachgesagt.
Kann man es roh essen?
Ja, es kann roh gegessen werden. Es wird oft als Gewürz oder Zutat in Salaten, Suppen, Saucen und Pesto verwendet. Sie können es auch in kleine Stücke schneiden und auf ein Sandwich oder eine Pizza legen. Da das frische Kraut jedoch empfindlich ist, verwelkt es schnell, wenn es längere Zeit bei Raumtemperatur gelagert wird, sei also vorsichtig. Am besten unmittelbar vor dem Servieren verwenden oder für die Langzeitlagerung in Öl einweichen oder trocknen.
Wie gesund ist es?
Es enthält viele Nährstoffe, die für die Gesundheit von Nutzen sein können, ist eine gute Quelle für Vitamin K, Vitamin A, Vitamin C und Mangan. Weiter enthält es auch eine Reihe von Antioxidantien, darunter Flavonoide und Phytosterole, die helfen können, den Körper vor Schäden durch freie Radikale zu schützen. Auch ist es reich an ätherischen Ölen, darunter ein Öl namens Eugenol, das entzündungshemmende Eigenschaften hat und kann helfen, Schmerzen und Beschwerden im Zusammenhang mit Gelenken und Muskeln zu lindern. Aufgrund seiner Nährstoffdichte und potentiellen gesundheitlichen Vorteile, kann es eine gesunde Ergänzung für eine ausgewogene Ernährung sein.
Achtung, wichtig!
Oft kann man aber auch lesen, dass Basilikum krebserregend sein soll, aufgrund des Inhaltsstoffes Estragol. Dieser steht im Verdacht in großen Mengen krebserregend zu sein. Dabei muss man dazu sagen, dass Estragol auch in Estragon, Kerbel, Anis, Koreaminze, Sternanis, Bay, Avocado, Fenchel, Piment, Muskatnuss, Pinie oder Waldkiefer enthalten ist. Der Stoff Estragol wird in Parfüms, Likören und Lebensmittel als Duftstoff und Aroma verwendet. Allerdings müsste man täglich mehrere Kilo Basilikum essen, um die gültigen Grenzwerte dafür zu überschreiten.
Kann man es selbst anbauen?
Ja, es kann leicht zu Hause angebaut werden. Basilikum ist eine schnellwachsende Pflanze, die in den meisten Klimazonen gut gedeiht. Sie bevorzugt warmes Wetter und viel Sonnenlicht, aber kann auch in einem geschützten Bereich oder sogar in einem Topf auf einem Fensterbrett angebaut werden und sie muss für die Kultivierung im Garten vorgezogen werden. Es ist ein sogenannter Lichtkeimer und darf nur leicht angedrückt werden, keinesfalls mit Erde bedeckt werden.
Es wird am besten direkt im Garten oder in einem großen Topf gepflanzt, da es eine recht große Pflanze werden kann. Wenn Sie es in einem Topf anbauen, stellen Sie sicher, dass der Topf tief genug ist, um die Wurzeln aufzunehmen.
Das Kraut benötigt regelmäßig Wasser, aber darf nicht im Wasser stehen, da dies zu Wurzelfäule führen kann. Es bevorzugt gut durchlässigen Boden mit einem pH-Wert von 6,0 bis 7,0.
Es ist auch wichtig, regelmäßig zu beschneiden, um es buschig zu halten und die Pflanze dazu zu bringen, neue Triebe zu produzieren.
Insgesamt ist es eine einfach zu pflegende Pflanze und eine gute Wahl für Gärtner jeden Levels, die gerne frische Kräuter in der Küche verwenden.

Aussaat Kalender
Das Aussäen von Kräutern unter Folie ist eine großartige Möglichkeit, um die Keimung zu beschleunigen und den Pflanzen einen warmen Start zu ermöglichen. Die Folie schafft ein geschütztes Mikroklima, das die Bodentemperatur erhöht und Feuchtigkeit einschließt, was besonders in kühleren Regionen oder zu Beginn der Saison vorteilhaft ist. Im Freien ausgesät, können Kräuter wie Basilikum, Thymian und Oregano reichlich Sonnenlicht genießen und gedeihen. Sobald die Pflanzen ausgewachsen sind, ist die Ernte ein wahres Fest für die Sinne. Frisch geschnittene Kräuter bringen nicht nur Aromen und Frische in Ihre Küche, sondern auch eine Fülle von gesundheitlichen Vorteilen. Ernte Deine eigenen Kräuter und erlebe die unvergleichliche Freude, die nur selbst angebaute Zutaten bieten können.

Ist es für Mischkultur geeignet?
Es ist in der Tat eine gute Wahl für eine Mischkultur, da es viele Vorteile für andere Pflanzen bietet. Besonders mit Gurken kann es gut kultiviert werden. Als Partner trägt es zu einer reichen Ernte der Gurken bei und schützen die Gurken lange vor Mehltau. Allgemein steht es sehr gut zwischen spät auszupflanzenden Kulturen wie Gurken, Zucchini und Fenchel. Mit Wermut ist eine Nachbarschaft eher ungünstig, sollte also nicht zusammen angepflanzt werden. Einige weitere Vorteile sind:
- Insektenschutz: durch seinen starken Geruch, der viele Schädlinge wie z.B. Weiße Fliegen und Thripse abhält. Wenn es in der Nähe von Pflanzen wie Tomaten, Paprika und Auberginen gepflanzt wird, kann es helfen, diese vor Schädlingen zu schützen.
- Unkrautunterdrückung: da es schnell wächst und dichtes Laub produziert, kann es dazu beitragen, Unkraut zu unterdrücken
- Bodenverbesserung: es produziert Wurzeln, die Stickstoff aus der Luft aufnehmen und diesen in den Boden abgeben, was andere Pflanzen davon profitieren können.
- Pflanzenverbesserung: es kann auch dazu beitragen, das Wachstum und die Geschmacksqualität von anderen Pflanzen wie Tomaten und Paprika zu verbessern, wenn es in deren Nähe gepflanzt wird.
Es ist jedoch zu beachten, dass Basilikum und Tomaten häufig in der gleichen Familie sind und es daher wichtig ist, darauf zu achten, sie nicht in unmittelbarer Nähe zueinander zu pflanzen, um die Übertragung von Krankheiten zu vermeiden. Es gibt viele Möglichkeiten es in die Garten- oder Pflanzengestaltung einzubinden und es ist eine pflegeleichte und schnellwachsende Pflanze, die sowohl für die Küche als auch für die Gartenpflege nützlich sein kann.
Wie erntet man es?
Es kann auf verschiedene Arten geerntet werden, je nachdem, wie Sie es verwenden möchten. Hier sind einige Tipps:
- Zum Kochen: Wenn Sie es verwenden möchten, um Ihre Gerichte zu würzen, können Sie die Blätter einzeln von den Stielen zupfen, wenn die Pflanze groß genug ist. Es ist am besten, die Blätter am Morgen zu ernten, wenn sie am frischesten sind. Vermeiden Sie es, die unteren Blätter zu ernten, da diese die Pflanze am stärksten unterstützen.
- Zum Trocknen: Wenn Sie es trocknen möchten, um es für später zu verwenden, können Sie die ganzen Zweige ernten, bevor die Pflanze blüht. Binden Sie die Zweige zu Sträußen zusammen und hängen Sie sie an einem warmen, schattigen Ort auf, um das Trocknen zu beschleunigen. Wenn die Blätter trocken und knisternd sind, können sie abgezupft und in einem luftdichten Behälter aufbewahrt werden.
- Zum Einfrieren: Wenn Sie es einfrieren möchten, können Sie die Blätter einzeln von den Stielen zupfen, sie waschen und trocknen. Legen Sie sie dann in einen Gefrierbeutel und legen Sie sie in den Gefrierschrank.
Es ist wichtig darauf zu achten, dass man immer nur so viel erntet, wie die Pflanze nachwachsen kann, um sicherzustellen, dass sie weiterhin gesund bleibt und man auch in Zukunft von ihr profitieren kann.
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Ein leckeres Rezept
Eines der bekanntesten und beliebtesten Rezepte ist wahrscheinlich die italienische Pastasauce Pesto. Pesto besteht aus frischem Basilikum, Pinienkernen, Parmesan, Knoblauch und Olivenöl. Hier ist ein einfaches Rezept, um Pesto zu Hause zu machen:
Zutaten:
- 2 Tassen frische Basilikumblätter
- 1/2 Tasse Pinienkerne
- 1/2 Tasse frisch geriebenen Parmesan
- 3 Knoblauchzehen
- 1/2 Tasse Olivenöl
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung:
- In einem Mixer oder einer Küchenmaschine die Basilikumblätter, Pinienkerne, Parmesan, Knoblauch, Salz und Pfeffer zu einer feinen Paste verarbeiten.
- Langsam das Olivenöl hinzufügen, während die Maschine läuft, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
- Pesto in ein sauberes Glas oder einen luftdichten Behälter geben und mit einer Schicht Öl bedecken, um es vor dem Oxidieren zu schützen.
Sie können Pesto auf verschiedene Arten verwenden, z.B. als Dip, als Pastasauce, als Sandwichspread oder als Würze für Suppen und Eintöpfe. Es ist auch eine gute Idee, es einzufrieren und es so aufzubewahren, damit man es jederzeit verwenden kann.
Ein weiteres beliebtes Rezept

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